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Schleifscheiben für den Winkelschleifer: welche Scheibe wofür?

Die Scheibe bestimmt, was deine Maschine kann. Eine dünne Trennscheibe trennt, eine dicke Schruppscheibe trägt ab, eine Fächerscheibe glättet, eine Bürste holt Rost herunter. Dazu müssen Maß, Bohrung, Drehzahl und Verfallsdatum passen.

von der Redaktion aktualisiert am 03. November 2026 2 Min. Lesezeit

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Symbolbild (KI-generiert): Trennscheibe, Schruppscheibe, Fächerscheibe, Topfbürste und Diamantscheibe auf einer Werkbank.
Bild: KI-generiert (OpenAI)

Das Wichtigste

Für den Winkelschleifer gibt es fünf Hauptarten: dünne Trennscheiben zum Trennen, dicke Schruppscheiben zum Abtragen, Fächerscheiben zum Glätten, Drahtbürsten gegen Rost und Diamantscheiben für Fliese und Stein. Jede muss in Maß und Drehzahl zur Maschine passen. Kunstharzgebundene Scheiben darfst du laut DGUV nur drei Jahre nach der Herstellung benutzen.

Inhalt dieser Seite

Die meisten Fragen zum Winkelschleifer sind eigentlich Fragen zur Scheibe. Hier ist der Überblick, die Unterseiten gehen in die Tiefe.

Die fünf Arten

ScheibeWofürWorauf du achtest
TrennscheibeMetall und Stein trennenNie seitlich, nie schruppen
SchruppscheibeMaterial abtragen, Nähte verschleifenDeutlich dicker als eine Trennscheibe
FächerscheibeGlätten und EntrostenKörnung passend wählen
DrahtbürsteRost und Farbe von Stahl lösenLose Drähte fliegen, Brille auf
DiamantscheibeFliese, Stein, BetonKein Metall, Staub beachten

Vier Dinge, die immer passen müssen

Durchmesser. Eine 125-mm-Maschine nimmt keine größere Scheibe. Laut Makita darfst du auch abgenutzte Scheiben größerer Maschinen nicht verwenden, weil sie für deren niedrigere Drehzahl gebaut sind.

Bohrung. Bei 125 mm ist das üblicherweise 22,23 mm, Makita nennt diesen Wert. Eine Mini braucht ihre eigene Bohrung, bei Bosch 10 mm.

Drehzahl. Die Scheibe muss mindestens so schnell drehen dürfen wie die Maschine. Eine Bosch GWS 18V-8 mit 11.000 U/min braucht entsprechend freigegebene Scheiben.

Einschränkungen. Piktogramme auf der Scheibe sagen, was nicht erlaubt ist, etwa „nicht zum Seitenschleifen“. Die DGUV beschreibt das in ihrer Schrift.

Das Verfallsdatum

Das überrascht viele: Kunstharzgebundene Scheiben für Handschleifmaschinen haben laut DGUV eine begrenzte Nutzungsdauer von drei Jahren nach der Herstellung. Das Datum steht oft mit Monat und Jahr auf dem Metallring der Scheibe. Die Seite Verfallsdatum der Trennscheibe erklärt das.

Symbolbild (KI-generiert): eine Schweißnaht an einem Stahlrahmen, eine Seite blank geschliffen, daneben eine Fächerscheibe.

Trennscheibe trennt. Schruppscheibe schruppt. Das ist keine Pedanterie, das ist die Regel.

Bild: KI-generiert (OpenAI)

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Scheiben kaufen

Wir empfehlen keine einzelnen Scheiben, weil wir dazu keine Herstellerdaten vollständig geprüft haben. Hier sind Angebote zur Orientierung, die Angaben stammen nur vom Anbieter. Prüfe vor dem Kauf Durchmesser, Bohrung, Drehzahl und Eignung für dein Material.

Welche Maschine zu welcher Scheibe passt, zeigt der Vergleich. Für Schutzregeln beim Wechsel lies Scheibe wechseln und die Sicherheitsseite.

Wie die Scheiben sich unterscheiden

Trennscheiben sind dünn, damit sie wenig Material wegnehmen und schnell durchkommen. Genau deshalb halten sie keine seitliche Belastung aus. Einhell schreibt dazu: „Dünne Trennscheiben dürfen niemals zum Schruppen verwendet werden.“ Schruppscheiben sind dicker und für den Abtrag gedacht. Du führst sie laut Einhell in einem Winkel über das Material: Je steiler, desto gröber der Abtrag.

Fächerscheiben haben überlappende Schleiflamellen und schaffen eine glattere Fläche. Drahtbürsten nehmen Rost und Farbe, ohne viel Grundmaterial zu entfernen. Diamantscheiben sind für Stein und Keramik gedacht und tragen ihre Wirkung am Rand. Die drei Unterseiten erklären das genauer.

Zur Reihenfolge beim Kauf: Erst die Arbeit, dann die Art der Scheibe, dann das Material auf dem Etikett, zuletzt Durchmesser und Drehzahl gegenprüfen. Wenn du nicht sicher bist, kauf eine kleinere Packung. Ein großer Vorrat veraltet, weil das Verfallsdatum läuft.

Bei einer neuen Arbeit lohnt der Blick in die Anleitung. Sie sagt dir auch, welche Haube zur Scheibe gehört.

Begriffe wie Schruppen oder M14 erklärt das Glossar.

Nachgefragt

Wie finde ich die richtige Scheibe für meine Maschine?

Schau in die Anleitung und auf die Scheibe. Der Außendurchmesser darf nicht größer sein als erlaubt, die Bohrung muss passen, und die zulässige Drehzahl muss mindestens der Höchstdrehzahl der Maschine entsprechen. Die Scheibe trägt dazu Angaben und oft Einschränkungs-Piktogramme.

Was bedeuten die Farbstreifen auf der Scheibe?

Sie markieren laut DGUV die zulässige Umfangsgeschwindigkeit: Blau steht für 50, Gelb für 63, Rot für 80, Grün für 100 und Blau mit Gelb für 125 m/s. Die Markierung ist optional. Maßgeblich ist, was du auf der Scheibe liest.

Warum haben Schleifscheiben kein CE-Zeichen?

Laut DGUV dürfen Schleifwerkzeuge kein CE-Zeichen tragen. Das CE-Zeichen gehört zur Maschine. Wer eine Scheibe mit CE-Zeichen sieht, sollte also skeptisch sein und lieber beim Hersteller nachfragen.

Wie lagere ich Trennscheiben richtig?

Die DGUV nennt trocken, gleichmäßig temperiert, frostfrei, ohne direkte Sonne und flach liegend. Das Regal über dem Heizkörper oder ein feuchter Keller gehören nicht dazu. Ältere oder feuchte Scheiben sortierst du aus.

Belege

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Unsicher? Drei Fragen, eine Maschine

Wer hier schreibt

Redaktion winkelschleifer-akku.de

Werkzeug-Kaufberatung

Wir sind die Redaktion von winkelschleifer-akku.de. Wir werten Datenblätter, Betriebsanleitungen und die DGUV-Schriften zum Schleifen aus und machen daraus klare Kaufberatung für die Hobbywerkstatt, mit Quellen auf jeder Seite. Wir haben keine Maschinen selbst getestet, und das sagen wir offen.

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  • Keine Labortests – offen gesagt
  • Anbieterangaben im Impressum

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